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Herangehen

Der Ansatz von Naked Objects stellt ein radikal neues Herangehen an Entwurf und Entwicklung von Geschäftsanwendungen dar und bietet vier wesentliche Vorteile. Die Objekte stehen für die Dinge aus der Anwenderwelt (Geschäftsobjekte; domain entities), wie z.B. Kunde, Produkt, Bestellung. Beim herkömmlichen Systementwurf (der linken Seite der Grafik) werden sie durch zwei dazwischenliegende Schichten vor dem Benutzer verborgen: eine Visiualisierungs-Schicht, die für die Oberfläche zuständig, und eine Prozess-Schicht (oft auch Steuerungs-, Controller-, Anwendungs- oder Task-Schicht genannt), die alle möglichen Interaktionen zwischen der Oberfläche und den darunter liegenden Geschäftsobjekten beschreibt. Noch unterhalb der Schicht mit den Geschäftsobjekten ist die Persistenz-Schicht, die in den allermeisten Fällen auf einer relationalen Datenbank aufbaut. Das Schreiben einer Geschäftsanwendung verlangt nicht nur die Implementierung aller vier Schichten, sondern auch die Umsetzung der Anforderungen an die Oberfläche auf unterschiedliche Darstellungen der Objekte in jeder einzelnen Schicht. Der gleiche Aufwand ist für jede noch so kleine Änderung der Anforderungen nötig.


Systemarchitektur herkömmlich (links) und mit Naked Objects (rechts)

Der Ansatz von Naked Objects ist, nur die Geschäftsobjekte selbst zu schreiben (zu sehen auf der rechten Seite der Grafik). Sämtliche Funktionalitäten werden als Verhalten bzw. Methoden an den Objekten realisiert - die Objekte werden dann als verhaltensvollständig (engl.: behaviourally complete) bezeichnet. Dem Anwender werden diese Geschäftsobjekte direkt und automatisiert sichtbar gemacht, indem eine vollständig generische Visualisierung eingesetzt wird. Genauso kann auch die Persistenz-Schicht vollständig aus den Geschäftsobjekten generiert werden. (Eine manuelle Umsetzung ist aber immer dann nötig, wenn bestehende Datenbanken eingebunden werden sollen.)

Um diesen Ansatz zu verfolgen, ist ein Framework notwendig, das die generische Umsetzung der Geschäftsobjekte zur Visualisierung und Persistenz leistet. Das führende Beispiel dafür ist das Naked Objects Framework.

Zuletzt aktualisiert: 16.03.2005 nakedobjects@objectfab.de

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